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 Betreff des Beitrags: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 00:01 
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Dieser Thread fehlt! :D

Wir quasseln uns immer wieder im Plauderforum darüber zu, wenn wir mal wieder eine Idee haben usw., dabei sollten wir einen eigenen Thread für Schreiben besitzen - oder? :)

Ich bin derzeit unheimlich deprimiert. Mal abgesehen davon, dass Sommer ist und ich jeden Sommer in ein kleines Sommerloch falle, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich die Zeit für dem PC sitze, habe ich inzwischen auch Internet auf meinem Notebook. Bedeutet: Ich erwische mich immer wieder, wie ich den Browser öffne und da was nachschaue und dort kurz was in einem Forum poste und da wieder das kommentieren muss.

Meine Lieben, auch ihr bedeutet meinen Untergang, jawohl!

Ach, was macht man da bloß? :(
Ich kann einfach nicht konsequent genug sein, um das Internet sein zu lassen, wenn ich vor dem PC sitze. Wieso muss ich nur jetzt in Versuchung kommen? :help:

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 13:19 
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Mich beruhigt gerade unheimlich, dass es mir da nicht alleine so geht. :hihi: Ich ertappe mich auch sehr oft dabei, wie ich "nur mal schnell im Internet was recherchieren" und "dann sofort wieder zum schreiben/plotten zurückkehren" will. "Nur mal schnell" dauert dann zwischen 1 und 4 Stunden und "dann sofort" kann man oft umändern in "nicht mehr heute". :buhu:

Aber hey, dieser Thread ist echt super. Ich kann es gar nicht fassen, dass wir den bisher noch gar nicht hatten. Was waren wir bisher Ignoranten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 19:45 
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Das Internet ist eine echte Plage, nicht wahr? Man kann einfach nicht ohne, aber gleichzeitig behindert es einen in so vielen Dingen, wenn man wirklich mal in Ruhe etwas arbeiten möchte. :(
Da hilft wirklich nur konsequente Disziplin und die muss ich mir erst antrainieren. x)

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 21:47 
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Als es in diesem Haus noch zwei Laptops gab, habe ich es immer so gehalten, dass mein Büro Internetfreie Zone war. Recherchiert habe ich dann im Wohnzimmer, wo es aus Vor-Büro-Zeiten immer noch den Drucker gibt und ich somit die Infos ausdrucken konnte, wenn ich sie nicht via Netzwerk im entsprechenden Online-Ordner abspeichern wollte. Das hat immer ganz gut geklappt. Leider ist mein Laptop inzwischen immer noch in einer Art Koma-/Hirntodzustand und somit hat es das Internet leider inzwischen auch in mein Büro geschafft. :buhu: :hihi:

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 22:08 
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Aber mal ehrlich: Es ist auch viel bequemer, alles an einem PC zu haben - nicht zuletzt wegen der Geschichte mit dem Ausdrucken. Ich würde es inzwischen gar nicht mehr anders wollen. x)

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 21.08.2011 23:23 
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Ich kann ja drucken. Ist ja alles miteinander vernetzt. Ich habe es aber nunmal vor meinem Laptopcrash nur vom Wohnzimmer-Laptop (den ich jetzt dauerhaft nutze) getan. Oder zumindest immer, wenn es um Ausdrucke aus dem Internet ging.

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 27.08.2011 21:01 
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Wie motiviert ihr euch?

Unter der Woche nehme ich mir immer vor, dass ich am Wochenende ordentlich in die Tasten haue. Ich bin dann immer so gestresst, dass ich mich sogar schon nach dem Ausgleich sehne. Aber wenn dann das Wochenende da ist, bringe ich einfach nichts zu stande. Ich komm ja nicht mal so weit, dass ich Word öffne! =(

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 27.08.2011 21:30 
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Und noch was, was wir gemeinsam haben. :rofl:

Was soll ich sagen. Ich motiviere mich durch Erfolg. So dämlich das manchmal auch klingt. Bei ffs habe ich immer am meisten geschafft, wenn ich mal eine Weile lang viele Reviews bekommen habe. Oder wenn mal eine tolle PM kam. Oder wenn nach langer Zeit mal wieder eine Review für eine längst abgeswchlossene ff kommt (ich springe immer noch regelmäßig vor Begeisterung im Dreieck, wenn für "Breaking News", "Make me fly again" oder "Spiel mit dem Feuer" eine Review kommt. Denn diese drei ffs liegen mir aus sehr unterschiedlichen Gründen immer noch sehr am Herzen. Allerdings merke ich seit einigen Monaten immer deutlicher, dass meine ff-Zeit langsam endgültig vorbei ist. So toll und lehrreich diese Zeit auch war und so sehr ich alle meine Fans aus dieser Zeit liebe, habe ich immer deutlicher gespürt, dass meine eigenen Geschichten mit aller Gewalt raus wollen.

Tja, und da liegt nun auch oft mein Problem. Bei den eigenen Sachen bekomme ich natürlich noch absolut kein Feedback. Und ich habe auch noch keinen Druck mit irgendwelchen offiziellen Verlagsdeadlines, die mich anspornen. Denn ich arbeite einfach immer besser unter Druck (das ist nicht nur beim schreiben so). Ich habe deshalb im Mai mal versucht, mich über eine Art Schreibtagebuch bei Livejournal zu motivieren, wo ich mir selber Deadlines gebe, usw. Das ist aber ziemlich schnell gescheitert, weil es ja trotzdem keine Konsequenzen gibt und eigentlich nur ich selber Ergebnisse von mir fordere. Brachte mir also irgendwie auch nicht viel. Aber vielleicht ist das ja für eine von euch eine Idee.

Ansonsten motiviere ich mich auch bei meinen eigenen Sachen immer noch am besten mit Erfolg. Wenn ich mich erst einmal einen Tag dazu aufraffen konnte, was zu tun und es dann auch noch ein erfolgreicher Tag war (auch wenn ich anfangs eher träge an die Arbeit gegangen bin), dann kann ich tagelang am Stück arbeiten. Allerdings darf ich dann auch nicht zwischendurch mal einen Tag Pause machen. Dann bin ich ruckzuck wieder aus dem Schwung raus. So ist es mir jetzt auch wieder passiert. Vor etwa 2 Wochen war ich noch richtig im Rausch, dann kam der Umzugshilfetag bei Freunden und "PUFF!" war die Motivationsblase geplatzt.

Wie ich es immer schaffe, überhaupt den Anfang hinzukriegen, weiß ich auch nie so recht. Ich denke, ich erinnere mich oft daran, wie hochmotiviert ich nach dem ersten, erfolgreichen Tag in so einer Rausch-Phase immer bin und versuche so, mich selber auszutricksen. Oft sage ich mir auch nur, dass ich eigentlich nur kurz was überprüfen will "Wie hieß denn eigentlich dieser Typ auch noch?" oder "Wie war das nochmal? Sie gehen von B nach G und nicht nach D? Oder war es doch von B nach H und dann nach D? Das muß ich unbedingt jetzt gleich wissen, sonst macht mich das wahnsinnig." Naja, und dann habe ich die Datei schonmal auf, ich tipse hier und da in der Plotplanung herum, dann huscht mir ein Dialog durch den Kopf und bevor ich weiß, was los ist, habe ich eine komplette Szene fertig. Ich bin dann meistens selber von mir verwundert.

Ob dir das jetzt was bringt, weiß ich auch nicht, aber so ist das bei mir halt. :nixweiss:

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 27.08.2011 21:47 
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KitKat2006 hat geschrieben:
Und noch was, was wir gemeinsam haben. :rofl:

Was soll ich sagen. Ich motiviere mich durch Erfolg. So dämlich das manchmal auch klingt. Bei ffs habe ich immer am meisten geschafft, wenn ich mal eine Weile lang viele Reviews bekommen habe. Oder wenn mal eine tolle PM kam. Oder wenn nach langer Zeit mal wieder eine Review für eine längst abgeswchlossene ff kommt (ich springe immer noch regelmäßig vor Begeisterung im Dreieck, wenn für "Breaking News", "Make me fly again" oder "Spiel mit dem Feuer" eine Review kommt. Denn diese drei ffs liegen mir aus sehr unterschiedlichen Gründen immer noch sehr am Herzen. Allerdings merke ich seit einigen Monaten immer deutlicher, dass meine ff-Zeit langsam endgültig vorbei ist. So toll und lehrreich diese Zeit auch war und so sehr ich alle meine Fans aus dieser Zeit liebe, habe ich immer deutlicher gespürt, dass meine eigenen Geschichten mit aller Gewalt raus wollen.

Tja, und da liegt nun auch oft mein Problem. Bei den eigenen Sachen bekomme ich natürlich noch absolut kein Feedback. Und ich habe auch noch keinen Druck mit irgendwelchen offiziellen Verlagsdeadlines, die mich anspornen. Denn ich arbeite einfach immer besser unter Druck (das ist nicht nur beim schreiben so). Ich habe deshalb im Mai mal versucht, mich über eine Art Schreibtagebuch bei Livejournal zu motivieren, wo ich mir selber Deadlines gebe, usw. Das ist aber ziemlich schnell gescheitert, weil es ja trotzdem keine Konsequenzen gibt und eigentlich nur ich selber Ergebnisse von mir fordere. Brachte mir also irgendwie auch nicht viel. Aber vielleicht ist das ja für eine von euch eine Idee.


Kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch bereits mehrere Schreibpausen hinter mir. Bis zu Beginn dieses Jahres auch eine sehr lange, in der ich mich wirklich nur auf mein Projekt konzentiert hatte. Nach ein paar Monaten war ich auf knapp < 79.000 Wörter.

Dann habe ich aber die Fanfictions wiederentdeckt, konnte nicht auf die kleinen Glücklichmacher des schnellen Erfolgs verzichten und bin jetzt immer noch auf < 79.000 Wörtern.

Auf knapp zwei Jahre gerechnet, ist das keine sehr erfolgreiche Bilanz. :(


KitKat2006 hat geschrieben:
Ansonsten motiviere ich mich auch bei meinen eigenen Sachen immer noch am besten mit Erfolg. Wenn ich mich erst einmal einen Tag dazu aufraffen konnte, was zu tun und es dann auch noch ein erfolgreicher Tag war (auch wenn ich anfangs eher träge an die Arbeit gegangen bin), dann kann ich tagelang am Stück arbeiten. Allerdings darf ich dann auch nicht zwischendurch mal einen Tag Pause machen. Dann bin ich ruckzuck wieder aus dem Schwung raus. So ist es mir jetzt auch wieder passiert. Vor etwa 2 Wochen war ich noch richtig im Rausch, dann kam der Umzugshilfetag bei Freunden und "PUFF!" war die Motivationsblase geplatzt.

Wie ich es immer schaffe, überhaupt den Anfang hinzukriegen, weiß ich auch nie so recht. Ich denke, ich erinnere mich oft daran, wie hochmotiviert ich nach dem ersten, erfolgreichen Tag in so einer Rausch-Phase immer bin und versuche so, mich selber auszutricksen. Oft sage ich mir auch nur, dass ich eigentlich nur kurz was überprüfen will "Wie hieß denn eigentlich dieser Typ auch noch?" oder "Wie war das nochmal? Sie gehen von B nach G und nicht nach D? Oder war es doch von B nach H und dann nach D? Das muß ich unbedingt jetzt gleich wissen, sonst macht mich das wahnsinnig." Naja, und dann habe ich die Datei schonmal auf, ich tipse hier und da in der Plotplanung herum, dann huscht mir ein Dialog durch den Kopf und bevor ich weiß, was los ist, habe ich eine komplette Szene fertig. Ich bin dann meistens selber von mir verwundert.

Ob dir das jetzt was bringt, weiß ich auch nicht, aber so ist das bei mir halt. :nixweiss:


Bei mir ist das eher andersrum. :D
Ich setzte mich hin mit dem festen Willen zu schreiben und dann bin ich wieder so ... Ich lasse mich dann zu leicht ablenken. Mit Recherchen, mit Charakterbögen usw. Oder ich fange ganz unnütze Dinge an, wie z. B. eine Datenbank für meine Notizen oder Charaktere auf meinem Rechner anzulegen, die ich defintiv nie benutzen werde und man eigentlich auch nicht wirklich braucht.

Arbeitest du eigentlich mit Zeitplänen? Mir ist es ein Graus, dass ich mir Zeitfenster fürs Schreiben schaffe, aber inzwischen bin ich wirklich am Überlegen, das mal zu machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Übers Schreiben
Ungelesener BeitragVerfasst: So 28.08.2011 00:17 
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Wortfetzen hat geschrieben:
Kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe auch bereits mehrere Schreibpausen hinter mir. Bis zu Beginn dieses Jahres auch eine sehr lange, in der ich mich wirklich nur auf mein Projekt konzentiert hatte. Nach ein paar Monaten war ich auf knapp < 79.000 Wörter.

Dann habe ich aber die Fanfictions wiederentdeckt, konnte nicht auf die kleinen Glücklichmacher des schnellen Erfolgs verzichten und bin jetzt immer noch auf < 79.000 Wörtern.

Auf knapp zwei Jahre gerechnet, ist das keine sehr erfolgreiche Bilanz. :(


Also, wenn das wirklich die Wortanzahl ist, die fertige, flüssig lesbare Szenen betrifft, kann ich dich jetzt wirklich gewaltig aufmuntern. Dann hast du nämlich ungefähr 76.000 Wörter mehr als ich. Und eigentlich müßtest du diese Zahl sogar versoppeln. Denn ich arbeite immerhin schon doppelt so lange an meinem Projekt wie du an deinem. Nämlich seit Juli 2007. Wie ist das jetzt als Motivationsschub?


Wortfetzen hat geschrieben:
Bei mir ist das eher andersrum. :D
Ich setzte mich hin mit dem festen Willen zu schreiben und dann bin ich wieder so ... Ich lasse mich dann zu leicht ablenken. Mit Recherchen, mit Charakterbögen usw. Oder ich fange ganz unnütze Dinge an, wie z. B. eine Datenbank für meine Notizen oder Charaktere auf meinem Rechner anzulegen, die ich defintiv nie benutzen werde und man eigentlich auch nicht wirklich braucht.


Ich kenne das mit dem "Sich in der Planung verlieren" auch verdammt gut. Deshalb habe ich ja auch am Anfang des Jahres einen radikalen Cut gemacht. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich mich so langsam wirklich tot geplant habe, wodurch ich völlig den Überblick verloren habe und meine Motivation, die eigentliche Geschichte zu schreiben, immer mehr verflog. Deshalb habe ich wirklich nur das absolut Notwendigste mit in die neue Planung übernommen. Das Grundgerüst, wenn man so will. Die Deko kann dann später immer noch folgen. Sie ist nicht weg, aber liegt mir im neuen Ordner nicht im Weg rum. Damit fahre ich eigentlich ganz gut bisher. Ich habe, wenn man es mathematisch ausdrücken will, einen großen Bruch auf die absolut kleinste Möglichkeit gekürzt. Das Ergebnis ist immer noch dasselbe, aber es erschlägt mich nicht mehr so.

Ich wünschte, dass ich das bei der ein oder anderen ff auch mal so radikal gemacht hätte, denn dann hätte ich noch einige richtige Knaller veröffentlichen können. Aber bei denen ist die Schreiblust inzwischen so dermaßen raus, weil ich immer nur am planen und planen und planen war, dass ich sie ihrer absolut überdrüssig bin. Zwischendurch fallen sie mir immer mal wieder ein. Dann öffne ich auch schonmal die entsprechenden Ordner, aber wenn ich den ganzen Wust sehe, den es da an Planungen gibt, haue ich ganz schnell wieder ab. Wie gesagt, das ist eigentlich traurig, aber ich kann es nicht ändern. Und ich wollte einfach nicht, dass mir das bei meinem eigenen Projekt so ergeht. Deshalb dieser radikale Cut und das Einkürzen des Planungsumfangs. Und das war wirklich gut. Ich konnte plötzlich freier atmen, hatte einen klaren Überblick und konnte relativ frisch anfangen.

Das schlimmste, was einem passieren kann, ist, sich in Planungen zu verlieren. Das sollte man wirklich vermeiden, habe ich festgestellt. Denn das führt zu zwei großen Negativpunkten in der Gesamtplanung. Erstens verliert man den Überblick, was man überhaupt hat und läuft Gefahr, dass man sich von einem Planungsdokument zum anderen in wesentlichen Dingen widerspricht. Und zweitens (und das war mein ganz großes Problem, wie ich mir inzwischen eingestanden habe) fängt man irgendwann an, "nötige Planungen" vor sich selber als Ausrede zu argumentieren, warum man sich nicht traut, sich ins kalte Wasser zu stürzen und anzufangen, wirklich zu schreiben. Denn schließlich kennt jeder von uns Schreiberlingen die Angst davor, nur Mist zu fabrizieren, den man niemandem zumuten kann und am besten gleich wieder löscht. Schreiben kommt aber nur vom Schreiben. Das muß einem einfach klar sein. Und jeder Bockmist, den man fabriziert ist am Ende hilfreicher, als Planungen bis ins hundertste oder tausendste Detail. Zu dieser Erkenntnis mußte ich wirklich erst kommen. Und wie gesagt, den Weg dahin pflastern leider einige wirklich vielversprechende, aber elendig verreckte ff-Storyleichen.

Wortfetzen hat geschrieben:
Arbeitest du eigentlich mit Zeitplänen? Mir ist es ein Graus, dass ich mir Zeitfenster fürs Schreiben schaffe, aber inzwischen bin ich wirklich am Überlegen, das mal zu machen.


Nein, eigentlich mache ich das nicht. Ich hatte mir nur eigentlich vorgenommen, dass ich jeden Tag zumindest ein bißchen schreibe. Und sei es auch nur ein einziger Absatz. Halt eben, damit ich im Schreibfluß bleibe. Das hat die erste Zeit bei meinem "Roten Faden" auch ganz gut geklappt. Dummerweise kam aber dann oft das Leben mit wichtigeren Dingen dazwischen. Ich habe mir aber fest vorgenommen, sobald ich mit dem "Roten Faden" komplett abgeschlossen habe und anfange zu schreiben, wirklich jeden Tag wenigstens etwas schreibe. Und sei es auch nur ein Satz oder Absatz. Oder ein Dialog im Rohschnitt (wo wirklich nur die gesprochenen Worte wie im Drehbuch aufgeschrieben werden und der restliche Text dann später eingefügt wird). Oder auch nur eine gesprochene Szene aufgenommen mit der Diktierfunktion in meinem Handy, die ich dann später aufschreiben kann.

So gesehen ist es dann ja irgendwie ein Zeitplan, aber eben kein Zeitplan, wo ich mir genaue Wort-, Szenen- oder Kapitelanzahlen als Ziel setze. Denn das würde bei mir nicht klappen. Da kenne ich mich zu gut, denn da würde ir meine Fantasie völlig flöten gehen.

Außerdem habe ich seit einigen Wochen angefangen, mir selber im Stillen einen neuen Berufsstatus zu geben. Ich bin nicht mehr arbeitslos/arbeitssuchend. Ich bin selbstständig im Bereich "Schriftstellerei" tätig. Ich habe das sogar vor etwa 2 bis 3 Wochen mal bei einer Telefonumfrage als Beruf angegeben. Die Frau am anderen Ende war so fasziniert davon, eine echte Schriftstellerin an der Strippe zu haben, dass mein Ego plötzlich überdimensionale Ausmaße angenommen hat. Es hilft wirklich ungemein, plötzlich nicht mehr auf der von der Öffentlichkeit mitleidig-geringschätzig angesehenen Stufe "Arbeitslos" zu stehen, sondern auch der bewundert-beneideten Stufe "Selbstständig". Im Grunde genommen hat sich rein praktisch nichts geändert, aber bei mir im Kopf wirkt es Wunder. Vielleicht wäre das auch ja was für dich. Und wenn auch nur als "Nebenjob Schriftstellerin" neben der Schule. Denn für einen Job muß man arbeiten, um damit etwas zu verdienen. Und man muß ganze Sachen abliefern, wenn man was verdienen will. Halbe Sachen fehlen nicht. Also bleibt einem nichts, als sich hinzusetzen und zu arbeiten, wenn man nicht verhungern will. Denk mal drüber nach.

Zusätzlich habe ich mir ein wirklich ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bei uns in der Stadt gibt es einen Schreibwettbewerb für Nachwuchsautoren im Bereich "Kinder- und Jugendbücher", der in dieser Art in Deutschland (laut eigenen Angaben der Ausrichter) einzigartig ist. An diesem Wettbewerb soll mein Projekt teilnehmen. Dafür muß es fertig sein. Ist zwar nicht Vorraussetzung, aber ich mag eben keine halben Sachen, weil ich nicht garantieren kann, wie lange ich noch brauchen würde, bis es ganz fertig ist. Es muß außerdem inhaltlich Hand und Fuß haben, sowie schreiberisch so gut umgesetzt worden sein, dass es flüssig lesbar ist (denn nur so macht man Eindruck). Ein ganz wichtiger Punkt für die Teilnahme ist außerdem, dass es das Erstlingswerk sein muß. Das heißt, im Grunde genommen hat jeder Schriftsteller nur ein einziges Mal im Leben die Chance auf diesen Preis. Also muß man wirklich was verdammt Gutes zustande bringen. Das habe ich vor, denn ich will wirklich mindestens in die Runde der Finalisten kommen, die eingeladen werden, wenn der Sieger bekanntgegeben wird. Oder die Sieger, denn der Preis kann geteilt werden.

Eigentlich passen die letzten beiden Punkte besser als Antwort auf deinen vorletzten Beitrag als auf deinen letzten. Ich habe nur da nicht daran gedacht. Und das, obwohl ich die Teilnahmebedingungen ausgedruck als Motivationshilfe an meiner Pinnwand hängen habe. Schon verrückt, wie blind man manchmal sein kann. Falls dich dieser Wettbewerb interessiert, schau mal hier rein. Da kriegst du alle Infos. Vielleicht ist das ja auch eine Motivationshilfe für dich, falls dein Projekt von der Zielgruppe her da rein paßt. Die Gewinnsumme von 7600 Euro ist jedenfalls nicht zu verachten.

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