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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 00:04 
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Nein, keine Panik. Ich werde nicht plötzlich albern und fange an euch zu Siezen. :hihi: Das was oben im Betreff steht ist nämlich der Titel einer kleinen Broschüre, die ich vor einer halben Ewigkeit mal von der Schule des Schreibens bekommen habe, wo ich um Infomaterial gebeten habe. Das Ergebnis war, dass die ein tolles Programm haben aber für meinen Geldbeutel zu teuer sind. :cry: Nichtsdestotrotz habe ich beschlossen, euch an diesen 15 goldenen Regeln teilhaben zu lassen, denn ich finde sie in vielen Situationen ganz hilfreich. :ja: Und ich schreibe sie wortwörtlich ab, also gewöhnt euch besser an die Siezerei. :biggrin:

Also, los gehts: :schreiben: :vielposten:

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Zuletzt geändert von KitKat2006 am Sa 22.01.2011 00:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 00:04 
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Regel 1:

Warum schreiben Sie?


Es gibt vielfältige Gründe zum schreiben. Manche treibt die Freude daran, mit der eigenen Phantasie oder auch mit der Sprache zu spielen. Andere versuchen, Vergangenheit festzuhalten, Erlebnisse und Erinnerungen vor dem Vergessen zu retten. Wieder andere folgen einem unmittelbaren Anreiz: Das, was sie sehen und erleben, möchten sie durch das Schreiben selbst begreifen, die Geschehnisse anderen und dmit auch sich selbst erklären. Diese und viele andere Gründe können sich ergänzen, in ihrer Wichtigkeit abwechseln und vermischen.

Zitat:
Kurztipp:

Wichtig ist, dass Sie die Gründe kennen, warum Sie schreiben oder schreiben wollen. Was ist Ihr ganz persönliches Ziel? Dabei sollten Sie sich selbst gegenüber von vorne herein ehrlich sein. Sie merken: die Frage, warum Sie schreiben, können nur Sie selbst beantworten. Tun Sie es!


Es ist auf jeden Fall nützlich, die eigene Antwort einmal zu notieren und diese Notiz gelegentlich zu überprüfen. Das Wissen über Ihre eigenen Voraussetzungen macht es Ihnen leichter, sich das richtige Schreib-Handwerkzuzulegen, mit dem Sie Ihr Ziel erreichen wollen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 00:22 
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Regel 2:

Keine Angst vor dem weißen Blatt! Schreib-Strategien!


Die Gedanken kreisen im Kopf, Irgendwo liegt die Inspiration auf der Lauer, aber der Text will einfach nicht gelingen? Sie trauen sich gar nicht erst loszuschreiben?Die Angst vor dem weißen Blatt hat selbst berühmte Schriftsteller gelegentlich begleitet. Hermann Hesse beispielsweise umging die Angst, indem er häufig auf der Rückseite von Kalenderblättern, auf Briefumschlägen oder Verlegerbriefen schrieb. Das schon beschriebene Blatt als Provisorium hilf vor zu hohen Ansprüchen, denn die Reinschrift kommt ja erst später. Von dieser Strategie können Sie - abgewandelt - enorm profitieren.

Zitat:
Kurztipp:

Keiner erwartet von Ihnen, dass Sie direkt mit Ihren ersten Schreibübungen einen druckfertigen Text hinlegen. Im Gegenteil!Je freier Sie schreiben, je mehr Sie dabei mit Ihren Worten experimentieren, desto besser. Von diesem Perfektionsdruck befreien Sie sich am besten, indem Sie sich - wie Hermann Hesse - "Kladden" zulegen.


Ob Sie bereits beschriebene Papiere vorziehen oder Hefte benutzen, ist dabei egal. Hauptsache Sie machen sich klar, dass dies nur Vor-Übung ist. uch m PC geht das. Im Text-Programm können Sie sich einen Ordner mit Überschrift "Übungen" oder "Ideen" einrichen und - befreit vom Perfektionsdruck - losschreiben. Umso besser, wenn Ihnen dabei - ganz zufällig, ein perfekter Text gelingt.

Ein bewährter Tipp ist es, zu Beginn jeder Schreib-Übung alle Gedanken, die im Kopf kreisen, als Stichwörter aufzuschreiben. Das erfüllt zwei wichtige Funktionen:

    - Sie haben später beim Schreiben wichtige Gedankenstützen.
    - Sie haben einen Grunde, direkt loszuschreiben, wenn Sie nichts vergessen wollen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 21:57 
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Regel 3:

So nutzen Sie Inspiration und Idee sinnvoll!


Der kreative Schreib-Prozess ist kompliziert: er ist eine unbewusste Vermischung aus rational gesteuerter Arbeit und inspirativen Eingebungen. Sie können diesen Vorgang optimieren, indem Sie sich zunächst einen konkreten Rahmen für ihre Arbeit schaffen (siehe Goldene Regel 4). Ihre Inspiration hingegen halten Sie während des Schreibprozesses auf Trab, indem Sie sie mit jeder Menge "Schätzen" füttern. Ihre persönlichen "Schätze" sind ihre Beobachtungen, Erfahrungen und eigene oder erzählte Erlebnisse.

Die allermeisten guten Schriftsteller sind unermüdliche Beobachter. Die Autorin Elke Heidenreich zum Beispiel schilderte in einem Interview, Ihr genüge eine kleine Begebenheit, die sie aus der Ferne betrachtet, um ein "Kopfabenteuer" zu starten. Nur wenige Autoren behalten alle diese Beobachtungen und Abenteuer im Kopf. Sinnvoll ist es, ein Notizbuch als ständigen Begleiter bei sich zu haben und darin Momentaufnahmen mit kurzen Worten aufzuschreiben. Wichtig sind Adjektive, um die Gegenstände, Personen oder Begebenheiten detailliert beschreiben zu können. Auch Ihre subjektiven Eindrücke, Träume und Einfälle sollten Sie hier notieren.

Zitat:
Kurztipp:

Egal ob Sie als Journalist/in oder belletristische/r Autor/in schreiben wollen: Ihre Texte brauchen immer Inspiration. Die gestaltung der Worte, das "Wie" der Beschreibung ist die Farbe Ihres Textes, ihr persönlicher Fingerabdruck!Notizen über Menschen, Begebenheiten und Momente helfen Ihnen, Ihrem Text die notwendige "Buntheit" gezielt beizumischen. Seien Sie, in den Worten von Sten Nadolny, eine wohlorganisierte Träumerin, ein wohlorganisierter Träumer.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 22:08 
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Regel 4:

Finden Sie ihren persönlichen Schreibrhythmus!


Jeder Autor muß seine Arbeit organisieren, damit seine Werke entstehen können. Nur selten gelingt es, Texte in einer Sitzung von vorne bis hinten zu schreiben.

Zitat:
Kurztipp:

Überlegen Sie vor dem Beginn eines Textes, wie viel Zeit Sie Ihrer Schreibtätigkeit einräumen wollen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht überfordern - Ihr Text darf Ihnen zeitlich nicht über den Kopf wachsen, er sollte sie nicht belasten.


Die Autorin und Regisseurin Doris Dörrie berichtete, dass sie in der Zeit, als ihre Tochter noch klein war, täglich exakt zwei Stunden für ihre Textarbeit nutzen konnte - die Zeit, in der die Kleine im Kindergarten war. So entstand eine Reihe ganz hervorragender Kurzgeschichten. Natürlich schaffen es ganz disziplinierte Autoren, auch mit wenig Zeit ein längeres Werk entstehen zu lassen. Thomas Mann beispielsweise hat sein Arbeitspensum auf täglich drei Stunden beschränkt. In seiner Schreibzeit von neun bis 12 Uhr vormittags baute er sich, wie er selbst ft berichtete, sein umfangreiches Werk aus vielen Einzelinspirationen auf.

Wichtig ist, dass Sie an einem Manuskript regelmäßig schreiben, damit Sie und das entstehende Werk eine Einheit werden. Reicht Ihre Zeit dazu nicht, beginnen Sie mit kleinen, überschaubaren Schreibübungen - wie es auch Doris Dörrie tat.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 23:19 
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Regel 5:

Motivation - so bleiben Sie "dran"!


"Arbeiten Sie jeden Tag, egal, was geschieht.", empfahl schon Ernest Hemmingway jungen Autoren. Aber Sie werden es selbst bei anderen Tätigkeiten schon erlebt haben - an manchen Tagen fühlt man sich nicht gut und die Worte fließen nur zäh. Doch oft entsteht gerade dann Einzigartiges, denn die Qualität der Ergebnisse ist selten vorhersehbar. Das "Drab bleiben" ist eine wichtige Voraussetzung und gleichzeitig eine Kunst, denn jeder Mensch braucht eine individuelle Motivation. Hier kennen Sie sich selbst am besten.

Zitat:
Kurztipp:

Um sich zu motivieren, helfen feste Arbeitsstrukturen. Wie "fest" das bestimmen allein Sie! Nutzen Sie individuelle Routinen, etablieren Sie möglicherweise sogar "Schreibrituale", die Ihnen ermöglichen, intensiv und gut zu arbeiten.


Legen Sie Ihren Arbeitsplatz fest, wählen Sie die beste Tageszeit und die Gestaltung und Länge der Schreibpausen. Am Anfang sollten Sie mit diesen Faktoren unbedingt experimentieren, um Ihre optimale individuelle Schreibroutine zu finden und intensiv arbeiten zu können.

Geeignete Ritule helfen Ihnen auch, in eine gute Stimmung zu kommen. So stellen Sie sich mental darauf ein, was Sie tun wollen und lassen Sie zuvor erledigte Tätigkeiten hinter sich. Diese Rituale müssen nicht direkt etwas mit dem Schreiben zu tun haben. (Möglich sind: Kurzer Spaziergang, bestimmte bequeme Kleidungsstücke anziehen, Schreibutensilien ordnen, Emails lesen, usw.) Wichtig ist, dass diese Massnahmen dazu beitragen, Ihnen eine positive Grundhaltung zu verschaffen.

Sie werden schnell merken, wie hilfreich diese Rituale werden können, auch um mögliche Schreibblockaden schon im Vorfeld zu lösen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 22.01.2011 23:55 
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Inhalt und Form - Was passt zusammen?


Sie önnen ein Ereignis wiedergeben, indem Sie es zusammenfassend, aus einer Distanz heraus berichten (Reportage, Zeitungsbericht); Sie können diese Ereignisse schildern (Beschreibung), Sie können es aber auch in einer dramatischen Szene "zeigen" (Szene). Bevor Sie schreiben, sollten Sie sich ihren "Stoff" genau ansehen und von vorneherein festlegen, wie Sie ihn präsentieren wollen. Journalisten haben es hier einfacher: Sie haben meist nur die Wahl zwischen Nachricht, Bericht, Reportage oder - selten - einen Kommentar.

Zitat:
Kurztipp:

Beim Schreiben epischer Texte kommt es auf die richtige Mischung von "Beschreibung" und "Szene" an. Beiden kommt im Text eine wichtige Bedeutung zu, selten kann auch eine der Formen im Text völlig verzichtet werden.


Beschreibung: Sie ist weniger lebendig, aber dennoch unverzichtbar, weil sie Hintergrundinformationen liefert, Bezüge herstellt oder eine Entwicklung im Stoff zusammenfasst. Der Leser bleibt als Betrachter meist außerhalb des Geschehens und dadurch auch weniger beteiligt. Selten wird die emotionale Faszination erreicht, die eine dichte Szene auslösen kann.

Szene: Sie vergegenwärtigt das Ereignis. Der Autor entwirft mit ihr einen Orts- und Zeitrahmen, in dem er seine Personen auftreten und Dialoge führen läßt. Durch die Visualisierung des Raumes und der handelnden Figuren entsteht beim Leser eine Art Wirklichkeitsillusion, die ihn ins Geschehen hineinzieht. Die Szene ist die erste Wahl bei dramatischen Momenten. Nachteilig an der Szene ist, dass sie insbesondere durch die wörtliche Wiedergabe der Dialoge viel Erzähl- bzw Lesezeit benötigt.

Je nachdem, ob Sie einen eher dokumentarischen Text schreiben wollen oder fiktionale Prosa, sollten Sie das Mischverhältnis festlegen. Fest steht: Autoren, die möglichst viele Leser erreichen und auch "fesseln" wollen, setzten bis zu 80% auf szenische Anteile.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 24.01.2011 00:42 
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Regel 7:

Schreiben Sie nicht für sich - schreiben Sie für Ihre Leser!


Wir alle sprechen unsere eigene Sprache. Sie kann einfach sein oder auch hochkompliziert. Sie kann elegant oder ordinär sei. Sie kann geschraubt klingen oder authentisch.

Wenn sie mit anderen sprechen, ist (fast) alles erlaubt. Beim Schreiben von Texten jedoch gelten andere Gesetze:

Zitat:
Kurztipp:

Gelesenn wird am liebsten eine Sprache: die einfach und deshalb eingängige, die knappe und deshalb zeitsparende, die klare und deshalb unmissverständliche Sprache.


Von allen Grundregeln des guten Schreibens wird die der Einfachheit am häufigsten missachtet. Schade, denn deshalb wird vieles nicht gelesen. Egal, welchen Text Sie schreiben: fast immer gibt es Möglichkeiten, die Verständlichkeit zu erhöhen! "Einfachheit" gelingt den meisten Schriftstellern, indem sie mit jedem Wort, mit jedem Satz ringen. Diese Aufgabe ist wirklich schwer, aber erlernbar, wie schon der Philosoph Arthur Schopenhauer festgehalten hat: "Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss."

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Roter Faden - wo bist du?


Die reine Handlung, vo der Sie berichten wollen, ergibt noch keine Geschichte; es fehlt noch der rote Faden. Den roten Faden müssen Sie sich zunächst erarbeiten, indem Sie festlegen, welche Charaktere Leben gewinnen und aufeinander stoßen. Wie beziehen sich die verschiedenen Ereignisse aufeinander, wie hängen sie zusammen? Die Geschichte, die von Ihnen grob festgelegte Story und das, was Sie daran fasziniert, sind ihr roter Faden, den Sie ab jetzt stets im Blick behalten sollten.

Wie und mit welchen Textmitteln Sie ihre Geschichte erzählen, das ist Ihre Sprache, Ihr Stil. Diese Mittel helfen Ihnen lediglich dabei, den roten Faden nicht zu verlieren. Das erfordert eine enorme Disziplin - ständig lauert die Gefahr, sich in Nebenschauplätzen zu verfransen.

Zitat:
Kurztipp:

Notieren Sie ihren Roten Faden stichwortartig, bevor sie schreiben. Überprüfen Sie ihren Text regelmäßig, ob Sie Ihre vorgegebene Linie noch finden können!


In einem Werk sollte es möglichst kein Element geben ohne eine präzise Rolle oder Bezug zu einem der Erzählstränge. Es sollte möglichst keine "blinden Motive" geben und keine "losen Enden", die Ihre Leser unnötig verwirren und dafür sorgen, dass der Überblick verloren geht.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Do 27.01.2011 23:16 
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Er, Sie oder ich?


Für die Wirkung und das "Wie" der Wahrnehmung ist die Wahl des Erzählers, seine Person, sein Standpunkt und seine Perspektive von Entscheidender Wichtigkeit. Der Erzähler kann sich beliebig den agierenden Figuren nähern, ihre Gedanken wiedergeben, sogar mit ihnen identisch werden. Grammatikalisch lassen sich zwei Erzählformen unterscheiden: die 1. und die 3. Person Singular, also die Ich- und Er- bzw. Sie-Form. Erzählerisch gibt es für die Ich-Form zwei Möglichkeiten, so dass Ihnen im Wesentlichen drei Formen zur Verfügung stehen:

Der Ich-Erzähler ist allwissend. Er tritt offen auf und erzählt den Lesern eine Geschichte, kennt jedoch auch die Gedanken aller anderen agierenden Personen. (Oft in der klassischen Literatur zu finden.)

Der Ich-Erzähler schildert die Geschichte aus seiner Sicht. Andere Personen werden aus seiner Perspektive heraus "beschrieben". (Heute beliebtere Ich-Erzählform, da das "Ich" sehr varible - als Protagonist oder auch Nebenfigur - einsetzbar ist).

Der "Er-oder-Sie"-Erzähler ordnet sich den Figuren unter Er tritt als Person selbst nicht persönlich auf, sondern erzählt die Geschichte aus der Distanz. Möglich ist hier die Annäherung an die Ich-Form des Protagonisten - der Erzähler steht gedanklich direkt hinter ihm und kann sogar seine Gedanken mittels der "inneren Rede" wiedergeben. (Heute häufigste Erzählform, geeignet für fast alle Textarten.)

Zitat:
Kurztipp:

Er, sie oder ich? Für eine dieser Formen müssen Sie sich schon vor dem ersten Satz entscheiden. Empfehlenswert ist es, die verschiedenen Formen auszuprobieren, sie testweise einzusetzen, um dann zu prüfen, welche Ihnen für Ihren Text am passendsten erscheint.

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